Annabella ist wieder fit

ES IST VOLLBRACHT

 

... waren Sie auch da? Schön war´s! Und mal ganz was anderes! Ein Dorffest, das seinen Namen wirklich verdient hat, ist zu Ende gegangen. Und – man glaubt es kaum – dieses Jahr mit einem Weinzelt, das mal NICHT zum Weinen war. Der Förderverein der Grundschule St. Wolfgang hat mit vielen freiwilligen Helfern ein grandioses Zelt gemeistert, in dem es endlich mal KEINEN Schweinsbraten mit Knödel gab. Schließlich gibt es Volksfestbesucher(innen), die auch danach noch in ihre Jeans passen wollen. Dank Tomaten-Mozarella und anderen nichtstopfenden Leckereien möglich. Theoretisch jedenfalls. Was nämlich kalorientechnisch am Essen eingespart werden konnte, wurde am Abend an der Cocktailbar wieder draufgehauen. Umstritten waren die Cocktails im Vorfeld ja schon – schließlich ist in einem Cocktail Alkohol - ach... ehrlich?! – und das passe nicht in ein Kulturzelt (für uns Damen der Hinweis: das war ein rein männliches Argument, denn diese Sorte Mensch glaubt ja immer noch, Bier sei ein Grundnahrungsmittel gänzlich ohne Alkohol und das Kopfweh am nächsten Tag käme vom eng einschneidenden Hosenbund!) Wie auch immer – jedenfalls hatte der „Touch-Down“ seinen niederschmetternden Namen auch nicht umsonst!

Absolut erfrischend hingegen waren die Darbietungen der Kids im Kulturzelt. Die Kleinen haben sich durch rein gar nichts aus der Ruhe bringen lassen, selbst als der Ober-Ringer die für die Ansage hart trainierten Kindermoderatoren einfach übergangen hat, haben die drei Viertklässler den Spiess kurzerhand umgedreht und die Anmoderation zur Verabschiedungs-moderation ummoderiert. Echte Profis eben! Der totale Knaller war aber unumstritten der sogenannte Altennachmittag. Der Schock vom letzten Jahr hat die Herrschaften scheinbar tief verstört – da ging der Kuchen schon aus, bevor alle da waren! Und so haben sich die rüstigen Damen und Herren des Altenstifts dieses Jahr anscheinend schon im Morgengrauen auf den Weg gemacht, denn bereits mittags war die Kuchentheke erklärter Mittelpunkt des kulinarischen Interesses. Selbiges ließ auch bis spät in den Abend nicht nach, dank der zahlreichen Aufführungen der Grundschüler, und hätte Frau Anni Stab den Lautsprecher nicht von der Bühne gepfeffert, wäre es auch was geworden mit der Akustik, aber was wäre ein Fest ohne diese liebenswerten Pannen! (Wer weiß, wieviel Hörgeräte an diesem Nachmittag in der Kuchen-Hektig überhaupt angeschaltet waren!) Die Kids haben die Senioren mehrere Stunden lang ohne Unterbrechung mit gekonnten musikalischen Genüssen, Ballettaufführungen und Gesang unterhalten, und die Gesichter der Gäste strahlten mit denen der kleinen Künstler bei tosendem Applaus um die Wette. Abgerundet wurde dieser Nachmittag durch den gastronomischen Einsatz der Schüler – diese haben den anwesenden Omas und Opas mit seriösem Eifer Kaffee, Kuchen, Leberkäs und Brezen höchstpersönlich serviert... Also wer nächstes Jahr noch kann, kommt nach diesem Erlebnis bestimmt wieder!

Ein Höhepunkt jagte den anderen, selbst die Jüngeren kamen bei all den Terminen fast ins Schwitzen. Gutes Training – denn jetzt ist es amtlich: unser dorfeigenes „halbitalienisches Superhirn“ hat mit der feierlichen Einweihung am Wochenende seinen Fitnessparcour der Öffentlichkeit übergeben. Noch zu klären bleibt, ob es wirklich „nur“ der größte Parcour Bayerns ist, oder nicht doch Deutschlands, aber sicher ist jedenfalls, daß die Bürger unseres aktiven Dorfes nun – wenigstens bis zu seinem nächsten Projekt (Badesee??) – unbehelligt vor die Tür treten können. 

Aber wissen Sie, was unterm Strich am Faszinierendsten ist? Daß ein so großes Zelt wie das Kultur- und Weinzelt von einem Haufen Laien ohne Ahnung gemeistert werden kann, indem man einfach mit anpackt, zusammenhilft, mitwurschtelt, über Pannen mit einem Schmunzeln hinweg sieht, stets die Ruhe bewahrt (meistens jedenfalls), der vielen Arbeit mit richtig viel Spaß daran trotzt  UND DAMIT eine riesige Menge Gäste glücklich macht.

Das soll uns erst mal einer nachmachen!!

 

(PS: Unter der Hand wird getuschelt, wir würden das nächstes Jahr wiederholen.... Wie denken SIE darüber?? Und vergessen Sie nicht, sich gleich mal in die Helferlisten einzutragen...)

                                                                                  Ihre Annabella Kolumna

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