Mann und Frau, Konversation

MANN UND FRAU - STRESSIGE KONVERSATION

 

Werden Sie auch dauernd verkannt??

„Männerfeindliche Kolumnistin“  .... was für ein Irrtum! Ich LIEBE die Männer, darum beschäftige mich mit der Psyche dieser Spezies, versuche zu helfen, wo noch zu helfen ist,  und die Wissenslücken über uns Frauen nach und nach zu füllen. Zugegeben, dieses Vorhaben ist vergleichbar mit der Zielsetzung, das Universum in eine Beton-Wüste zu verwandeln, aber ich glaube an Wunder. Natürlich räumen wir Frauen ein, unsererseits nicht unfehlbar zu sein – so haben wir unter Umständen ein geringfügiges Defizit im unserem Verständnis im Themenbereich „Denkfähigkeit des Mannes“, doch ist dieser Bereich so verschwindend gering, daß auch unser Defizit kaum zu Buche schlägt!

 

„Ein Mann – ein Wort! Eine Frau – ein Wörterbuch!“

Woher kommen solche irrigen Aussagen? Ganz einfach: vom Stress! Männer fühlen sich durch die verbale Kontaktaufnahme seitens ihrer Frau oftmals regelrecht belästigt, können sich aber aus der Situation nicht entziehen (fliehen?) – und fallen in eine Art Stresszustand. Woran liegt das?

 

Männer wälzen – bewußt oder unbewußt – die täglich zu erledigenden Dinge auf ihre Frauen ab und wundern sich dann, wenn diese redselig  werden. Das liegt daran, weil sie (die Männer) nicht wußten (bis jetzt!!), daß Stress bei Frauen – wissenschaftlich erwiesen!! - im Gehirn die Sprachfunktion aktiviert. Das weibliche Gehirn ist auf das Verwenden von Sprache als wichtigstes Ausdrucksmittel programmiert... Das männliche Gehirn dagegen nicht. (Da der weitläufige Umgangston der Männer seit Jahrmillionen dem der Tierwelt gleicht und somit die Verständigung durch willige bzw. unwillige Grunzlaute sowie Brunftschreie wunderbar funktioniert, ist die Sprachentwicklung hier sozusagen von Natur aus etwas verkümmert.)

Also: Frauen reden unter Stress – (noch) mehr als sonst.

Der gestresste Mann dagegen schweigt. Das liegt daran, weil der Mann mit seiner rechten Gehirnhälfte nach Lösungen für seine Probleme sucht, während die linke Gehirnhälfte vorübergehend ihren Betrieb einstellt. (Das wär dann der Teil, der für Zuhören und Reden zuständig wäre!!) Männliche Gehirne können (erwiesen!!) nicht mehr als eine Sache gleichzeitig tun. (Das erklärt doch eigentlich nahezu alles, finden Sie nicht?)

 

Also ums mal auf den Punkt zu bringen: die meisten Männer sind permanent gestresst. Was bedeutet, sie haben dauerhaft nur eine Gehirnhälfte in Aktion – KÖNNEN also gar nicht zuhören... oder gar sprechen! Wenn wir Frauen also mit unseren Männern reden (Monolog) und diese aber nur im Sessel hängen und mit glasigem Blick ins Kaminfeuer starren (letzteres ersetzbar durch Fernseher), heißt das nicht, sie verweigern die Konversation und interessieren sich keinen Pfifferling für das, was wir mitzuteilen haben, sondern sie bewältigen Stress, wälzen Probleme ... arbeiten geistig hart.... und dürfen nicht gestört werden!

Oh mein Gott, was uns diese Erkenntnis erleuchtet, meine Damen! Wer hätte das gedacht??

Sie können also gar nicht.... selbst wenn sie wollten!  Gut, daß wir DAS geklärt haben!

Trocknen Sie also Ihre Frust-Tränen, liebe Leserinnen - und haben Sie künftig etwas mehr Verständnis fürs schwache Geschlecht!!

 

Apropos Tränen. Frauen finden ja immer wieder mal einen Grund für die ein oder andere Träne. Auch eine Art der Konversation. Dabei muß man hier sehr genau unterscheiden. Ist es eine Träne, die dem Mann gewisse Hilfestellung geben soll im Umgang mit seiner Frau ODER (vielleicht nicht wirklich der Regelfall:) ist es eine rein funktionelle Träne zum Benetzen der Hornhaut.

Die meisten Männer reagieren verstört und unsicher, wenn eine Frau weint. Sie selber weinen ja nicht. Oder nur selten. Wenn keiner zusieht. Dabei wäre Weinen so eine einfache Methode zum Stressabbau. Während eine gewollte Träne zwar den Mann in den meisten Fällen rasch in Bewegung bringt, schwemmen wirkliche Stress-Tränen vor allem Stress-Hormone aus dem Körper und bauen ihn damit tatsächlich ab. (Damit wissen wir Frauen nun, warum wir uns nach einem Heulkrampf – der, unabhängig vom Echtheitsgrad – immer sehr anstrengend ist! – so erleichtert fühlen!)

 

Doch nochmal zurück zum Thema Konversation. Mit Männern kann man ja durchaus reden... angeblich. Falls Sie das mal selber ausprobieren wollen, hier noch schnell ein paar Tipps:

 

-          Sprechen Sie einen Mann immer direkt an (Augenkontakt sichert vorübergehend Aufmerksamkeit!!)

-          Drücken Sie sich immer klar und unmißverständlich aus (je weniger Fremdwörter, desto höher die Chance des Verstehens, Grunzlaute führen zu Missverständnissen!!!)

-          Behandeln sie immer nur ein einziges Thema.

-           „Kannst Du“ -Fragen sind zu vermeiden. Sie werden grundsätzlich falsch verstanden und stellen seine Fähigkeiten in seinen Augen in Frage.

 

Beispiel.

Sie: „Kannst Du zum Getränkemarkt fahren?“ (Gemeint ist: „hol bitte Getränke!“)

Er: „Ja, sicher!“ (Verstanden hat er: „wärst Du – rein theoretisch - in er Lage, ein Auto zum Getränkemarkt zu lenken?“)

Fazit: Er sieht in dieser Konversation nicht im Ansatz die Verpflichtung, Getränke zu holen, während sie in Kürze feststellt, dass trotz seiner freudigen Zusage noch immer keine Getränke im Haus sind!

 

Wollen Sie also wirklich eine echte Handlung bei einem Mann hervorrufen, so beginnen Sie stets mit „Wirst Du...“! Hingegen zu vermeiden ist die Frage „Würdest Du...“ – das lässt dem Mann schon wieder zuviel gedanklichen Hohlraum.

 

Beispiel:

Sie: „Würdest Du zum Getränkemarkt fahren?“ (Gemeint ist: heute noch!)

Er: „Ja, sicher!“ (Verstanden hat er: irgendwann mal, wenn er halt mal was braucht ... )

Fazit: Er sieht in dieser Konversation nicht im Ansatz die Verpflichtung, Getränke zu holen, während sie in Kürze feststellt, dass trotz seiner freudigen Zusage noch immer keine Getränke im Haus sind!

 

Fazit: Männer nehmen die Dinge entweder absolut wörtlich oder sie verstehen sie erst gar nicht!

 

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte bekommt folgender Witz eine ganz andere Pointe:

Zwei Männer unterhalten sich. Sagt der eine „Ich hab Dich bei der Betriebsfeier ständig gesucht, wo warst Du?“ Sagt der andere „ na auf dem Dach! Auf der Einladung stand, alle Getränke gehen aufs Haus!!“

 

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass andere um so positiver auf Sie reagieren, je mehr Sie lächeln. Also lächeln Sie. Und lassen Sie Ihren Mann um Himmels willen weiterhin in den Kamin starren. Wortlos. Ist besser so!!!

 

 

Mit einem Augenzwinkern: Ihre Annabella Kolumna

 

 

 

 

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